WALDKINDERGARTEN : Die besten Tipps, praxiserprobte Vorschläge und nützliche Empfehlungen von und an Waldkindergarteneltern - Kinderliebeleben

by Janisha Sommer
Direkt zum Seiteninhalt

WALDKINDERGARTEN : Die besten Tipps, praxiserprobte Vorschläge und nützliche Empfehlungen von und an Waldkindergarteneltern

Bilder: Pixabay
Ich beantworte dir hier die Fragen,

  • welche Schichten du deinem Kinder im Winter und im Sommer anziehen kannst;
  • welche Unterschiede es zwischen Wald-Kinderrucksäcken gibt;
  • wie du die Kleidung ohne Bügeln und Aufnähen kennzeichnen kannst;
  • was du deinem Kind als Brotzeit in den Wald mitgeben kannst
  • was du über Zecken wissen solltest
  • in welchen Schuhen dein Kind im Winter nicht friert
  • und vieles mehr.

Wenn dein Kind in den Waldkindergarten kommt, hast du womöglich, wie ich einst, 1000 praktische Fragen. Hier habe ich mal den Versuch unternommen, diese Fragen bestmöglichst zu beantworten. Nimm dir deine Tasse Lieblingstee oder Kaffee, machs dir gemütlich und scroll dich hier durch die Seite.

Die abgebildeten Produktbilder sind Links von Lieblingsstücken, die du anklicken kannst, um auf den jeweiligen Seiten von Amazon oder Spreadshirt weitere Infos zu erhalten*)
Waldkindergarten, Fragen, Antworten, Hilfe, Informationen


1. KLEIDUNG FÜR DEN WINTER

Eine der häufigsten Fragen von frischen Waldkindergarteneltern ist:
Was ziehe ich meinem Kind im Winter an?

Viele Eltern macht die Vorstellung, dass sich ihr Waldkind den gesamten Vormittag (oder länger) bei bis zu Minus 10 Grad draußen in der Kälte aufhält, Sorgen.

Wenn dich das auch beschäftigt, denke an Folgendes:

a) Im Wald ist es im Winter meistens sogar etwas milder, da er größtenteils windgeschützt ist

b) Die Kinder halten sich warm, weil sie viel in Bewegung sind. Du kennst das sicher selber vom Skifahren: Wenn man im Skilift sitzt, friert man. Aber wenn man sich bewegt, bleibt einem angenehm warm.

c) Auch der Einschätzung der erfahrenen Erzieher kannst du vertrauen: bei richtig schlimmen Wetter bleiben die meisten Waldkindergärten im Haus, im beheizten Bauwagen o.ä.

d) Unten findest du bewährte Kleidungstipps für den Winter, die warm halten. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass mein Kind, so ausgestattet, an keinem einzigen Wintertag gefroren hat.


Hier kommen nun meine persönlichen Tipps für die kalte Jahreszeit:

ALS ERSTE SCHICHT

Die unterste Schicht sollte aus langer, wärmender Unterwäsche bestehen.

Gut eignet sich dafür Wolle Seide, einem Material, welches warm hält aber in dem ein Kind nicht schwitzt. Für mich bestand hier der Nachteil darin, dass man diese Sachen mit der Hand bzw. dem Handwäsche/Wollprogramm der Waschmaschine waschen muss. Da ich bei meinem Kind nach jedem einzelnen Waldtag die gesamte Waldkleidung bei 40 Grad wasche, ist mir ein zweiter Waschgang nur für die Unterwäsche zu aufwendig.

Info: Ich wasche die komplette Wäsche nach jedem Waldtag nicht nur, weil die Wäsche schmutzig oder verschwitzt sein kann, sondern auch, weil sich eine Zecke oder anderes Kleingetier in der Kleidung verstecken könnte. Zecken gibt es übrigens auch im Dezember oder im Februar - sobald es 4 Grad oder wärmer ist.

Mein Lieblingsprodukt: Ich persönlich finde die lange Unterwäsche von Odlo super. Denn sie ist waschmaschinen- und trocknertauglich. Die Wäsche von Odlo ist wärmend und das Material leicht und angenehm. Bei meinen Bild-Links unten kannst du dir einmal Wolle/Seide und einmal Unterwäsche für Kinder von Odlo anschauen. Mach dir dein eigenes Urteil, indem du auf die Bilder klickst.

Wichtig: Die Socken werden über die Hosenbeine der langen Unterhose gezogen. Auf diese Weise kann keine Zecke und kein Kleingetier das Hosenbein hochkrabbeln.
ALS ZWEITE UND DRITTE SCHICHT FÜR UNTEN - MÖGLICHKEIT A

2. Schicht: Fleecehose
3. Schicht: Gefütterte Matschhose
(= Regen- oder Buddelhose, welche innen mit wärmenden Fleece ausgekleidet ist)

Empfehlung: Für die besonders kalten Tage finde ich die Fleecehose von Playshoes ideal, da dieser Fleece schön warm und dick ist (der Bund ist folglich auch etwas dicker, aber das sieht man nicht, weil die Hose nur die zweite Schicht ist). Unten gibt es einen Bild-Link.

Tipp: Die Beine der Matschhose immer über die Stiefel ziehen. Warum? Auf diese Weise dringt kein Schnee und kein Wasser in den Stiefel. Außerdem: Die Fußschlaufen außen über die Sohle der Stiefel ziehen. Sollte ein Kind nämlich mal in einer dicken Matschepfütze oder im Schnee mit dem Schuh steckenbleiben, verliert es den Stiefel nicht, wenn es seinen Fuß mit Kraft wieder herauszieht. Genau das ist der Vorteil dieser Fußschlaufen, welche es an fast allen Regen- und Matschhosen gibt: Der Schuh bleibt am Fuß - egal was!

DER VORTEIL DIESER VARIANTE A:
Sie ist absolut wasserfest. Also auch, wenn die Kinder 4 oder 5 Stunden lang nur im Schnee oder nassem Schneematsch herumgetobt haben.

DER NACHTEIL DIESER VARIANTE A:
In Gummikleidung schwitzt man schnell.
ALS ZWEITE SCHICHT UNTEN - MÖGLICHKEIT B:

2. Schicht: Skihose
3. Schicht: Hier nicht nötig.

Manche Eltern bevorzugen auch Möglichkeit B, nämlich eine gute, warme Skihose für ihre Kinder. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der Marke McKinley gemacht (siehe Bild-Link unten).

VORTEIL DIESER VARIANTE B:
In einer Skihose schwitzen Kinder nicht. Außerdem hält eine Skihose warm und fühlt sich sehr bequem an.

NACHTEIL DIESER VARIANTE B:
Skihosen sind nicht 100 Prozent wasserfest!
Nach langem Spiel im Schnee können die Hosen durchnässen. Sie sind ja auch fürs Skifahren konzipiert und nicht für stundenlanges Rutschen, Rumrollen und Rumtoben im Schnee. Auch wenn es regnet oder es am Vortag geregnet hat, sind Skihosen wenig geeignet. Für einen Waldkindergarten sind sie daher nur bedingt empfehlenswert.
ALS ZWEITE, DRITTE UND VIERTE SCHICHT OBEN


Für den Oberkörper sieht es folgendermaßen aus:

1. Langärmliges Unterhemd (siehe oben)
2. Langärmliges Shirt
3. Fleecejacke
4. Gefütterte Matschjacke (=Buddel- oder Regenjacke)

Praktisch: oft gibt es die Buddelhosen und -jacken als Kombi-Paket zu kaufen.

Genauso praktisch: wie im Bild-Link unten: eine Regenjacke mit herausnehmbarer Fleecejacke. Auf diese Weise kann das Kind sie sowohl im Winter als auch im Sommer anziehen!

Warum eine Fleecejacke als dritte Schicht und kein Pullover?
Sollte deinem Kind nach all dem Toben warm werden, kann es sich selbständig diese Schicht ausziehen. Das geht leichter als beim Pullover. Und es verliert auch nicht seine Mütze beim Ausziehen.

Tipp: Fleecejacken gibt es in unterschiedlichen "Wärme-graden". Es empfiehlt sich, wenn du eine dicke Fleecejacke für sehr kaltes Wetter und eine dünnere Fleecejacke für milde Temperaturen hast. Die dünnere Fleecejacke eignet sich dann auch später für den Frühling/Sommer.

Praktisch: Fleecejacken sind nicht nur bei 30 Grad bequem in der Waschmaschine waschbar; sie trocknen auch sehr schnell und sind am nächsten Morgen für ihren nächsten Waldtag einsatzbereit. Aber vorsicht, nicht in den Trockner stecken!
Liebevoller Igel für den Waldkindergarten
FÜR EINEN WARMEN KOPF IM WINTER...

...empfiehlt sich eine Mütze, die auch den Hals mit abdeckt.

Ein Beispiel für eine solche Mütze siehst du unten.

Du kannst aber auch eine normale Wintermütze benutzen und deinem Kind bei sehr kaltem, nassen oder windigem Wetter zusätzlich eine Skimaske unter die Mütze anziehen. Auch hierfür habe ich dir ein Beispiel angeführt, damit du eine Idee hast, was ich meine. Bei Bedarf kannst du sie auch direkt über den Bild-Link bestellen.

Praktisch: Wenn man eine solche Mütze verwendet, die den Hals mit abdeckt, benötigt man keinen Schal mehr.

Tipp: Hast du keine Mütze, die den Hals bedeckt, so verwende einen Loopschal oder einen Nackenwärmer (siehe Bild-Link unten) statt eines normalen Schals. Vorteil: Das Kind kann diesen Schal beim Spielen oder Rennen nicht so einfach verlieren, und es gibt auch nicht die Gefahr einer Strangulation, sollte sich der Schal irgendwo verheddern.
WARME FÜSSE...

...sind besonders wichtig. Denn schließlich laufen die Kinder im Winter stundenlang auf gefrorenem Boden herum!

Beim Schuhkauf solltest du folgende Tipps beachten:

1. Auch das beste, wasserabweisende Schuhwerk ist nicht 100 Prozent wasserdicht. Das sollten sie aber sein, da die Kinder mit den Schuhen dutzende Male in Pfützen herumspringen, durch Schneematsch laufen oder stundenlang im Schnee spielen. Es reicht also nicht aus, Winterschuhe zu kaufen, die nur wasserabweisend sind.

2. Stiefel sind besser als Schuhe. Logisch. Denk nur mal an eine knöcheltiefe Pfütze oder an knietiefem Schnee...

3. Ein leicht herausnehmbarer Innenschuh ist wichtig (meiner Erfahrung nach sogar unabdingbar), denn die Kinder schwitzen in den Schuhen. Ja, selbst wenn sie keine Schweißfüße haben. Die Realität ist einfach die, dass wenig Luft an die Füße kommt, und die Kinder diese Schuhe ja den halben Tag lang tragen. Abends immer den Innenschuh zum Trocknen herausnehmen.

4. Besorge dir aus dem Drogeriemarkt oder Supermarkt eine Bürste oder bestelle sie über den Link unten. Damit kannst du die Schuhe jeden Tag unter dem Wasserhahn ganz schnell saubermachen. Auch die Sitzmatte lässt sich mit einer solchen Bürste und Wasser viel leichter reinigen als nur mit Wasser.

Empfehlung: Auf meinem Bildlink unten stelle ich dir meine bewährten Winterschuh-Favoriten vor, der Schuh Snobuster der kanadischen Firma Kamik. Sie halten wirklich warm (sie sind ausgelegt für bis zu Minus 32 Grad!), sind zu 100 Prozent wasserdicht und haben ein wärmendes Innenfutter, welches man ganz leicht herausziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass die Stiefel dem Kind leicht anzuziehen sind. Sehr zufrieden damit!
AUCH DIE HÄNDE...

... dürfen nicht frieren. Und sie müssen vor Nässe geschützt werden. Bestenfalls zu hundert Prozent wasserdicht, damit die Kinder nicht nur Schneebälle formen können, sondern auch in kalte Wasserpfützen langen oder mit "Matschepampe" spielen dürfen (alles möglich im Wald...).

Meine Empfehlung: Dünne, wärmende Fleecehandschuhe (Fingerhandschuhe) und darüber wasserdichte und gefütterte gummierte Handschuhe anziehen.

Praktisch: Mit dieser Lösung wird auch nicht das Butterbrot schmutzig:
Die Kinder können sich die wasserfesten, jedoch dann schmutzigen Handschuhe für ihre Brotzeit ausziehen und müssen dennoch beim Essen nicht frieren, da sie darunter ja noch ihre wärmenden (und sauber gebliebenden!) Fingerhandschuhe tragen.
Der Spaßfaktor bei Schnee:

Ein Porutscher als Schlitten!
Auch kleine Hänge können damit super runtergerutscht werden.

Praktisch: Diese Rutscher sind so leicht, dass sie mühelos an den Rucksack gehängt werden können. Auf diese Weise können die Kinder sie mit sich herumtragen.
2. KLEIDUNG FÜR DEN SOMMER

Bevor ich mit meinen Tipps anfange, eine Sache zum Wetter:

1. Denk dran, im Wald ist es häufig kühler als außerhalb. Der Temperaturunterschied kann bei gefühlten 5 Grad oder mehr liegen! Im Wald ist es auch schattig. Sonnenmilch wird nicht oder kaum benötigt. Dafür aber passende Kleidung.

2. Im Wald ist es auch häufig nasser. Pfützen verschwinden hier aufgrund der schattigen und kühleren Lage nicht so schnell wie außerhalb vom Wald. Wenn es an einen Tag regnet, sind am Tag danach immer noch genügend Pfützen vorhanden. Also auch am sonnigen "Tag danach" an Regenkleidung und Gummistiefel denken!

3. Das Schicht-System hat den Vorteil, dass sich die Kinder die äußere Schicht ausziehen können, wenn sie schwitzen.

Hier sind meine Tipps und Ratschläge für den Sommer und die Übergangszeit:

FÜR OBEN

1. Ein T-Shirt eignet sich im Sommer als unterste Schicht
2. Ein langärmliges Shirt als zweite Schicht
3. Eine dünne Fleecejacke als dritte Schicht
4. Eine ungefütterte Regenjacke als vierte Schicht

Info: Die 4. Schicht ist hauptsächlich dann wichtig, wenn Regen angesagt ist, wenn es recht windig ist oder wenn es in den Vortagen viel geregnet hat und folglich im Wald noch nass ist.

Vorteil von T-Shirt als Unterhemd:
Es bedeckt die Schultern und wärmt mehr als ein trägerloses Unterhemd. Außerdem kann im Sommer dann auch nur in dem T-Shirt rumgelaufen werden, wenn das Kind den Wald verlässt.

Vorteil von einem Langärmligen Shirt als zweite Schicht:
Auch im Hochsommer empfehlen sich lange Ärmel aus diesen Gründen:
a) Schutz vor Zecken
b) Schutz vor Sonnenbrand (falls die Kinder in einer Lichtung spielen)
c) Es ist im Wald generell nicht so heiß wie außerhalb vom Wald
d) Schutz vor Schürfwunden, Spreisel oder kleinen Verletzungen, wenn das Kind über Baumstämme und Holz klettert

Tipp: Hier eignet sich ein ganz normales langärmliges Shirt in einer guten Qualität. Schau dich doch mal auf meinem Spreadshirt Waldkindergarten-Shop an: Hier biete ich ein paar handgezeichnete Shirts für Waldkindergartenkinder an. Du kannst dir dabei die Hintergrundfarbe selber aussuchen und außerdem für einen kleinen Aufpreis noch den Namen deines Kindes dazusetzen.
Klicke dazu einfach auf ein Shirt-Bild unten oder hier.

Vorteil von Fleecejacken:
Ein Kind kann eine Jacke viel leichter ausziehen als einen Pulli. Und beim Ausziehen verrutscht auch die Mütze nicht. Fleecejacken gibt es in unterschiedlichen Stärken. Für den Sommer reicht natürlich eine dünne; an kühleren Tagen kannst du eine dickere nehmen. Das Material leicht, bequem und wärmend. Fleece ist einfach in der Waschmaschine zu reinigen und trocknet danach schnell an der Luft.

Praktisch: Wenn du eine Regenjacke mit herausnehmbarer Fleecejacke nimmst, kombinierst du die dritte und vierte Schicht! Außerdem kannst du die gefütterte Regenjacke dann auch für den Winter benutzen. Eine solche Jacke findest du, wenn du auf den entsprechenden Bildlink unten klickst.
FÜR UNTEN

1. Eine normale Unterhose

und dann entweder Möglichkeit A oder B:

MÖGLICHKEIT A FÜR TROCKENES WETTER

Achtung: Trocken im Wald bedeutet, dass es auch am Vortag nicht geregnet hat!

2. Eine Leggins oder eine lange Unterhose
(Bei heißem Wetter brauchst du diese zweite Schicht nicht!)
3. Eine Outdoorhose
4. Outdoorschuhe


Empfehlung: Eine Kinder-Outdoorhose siehst du in meinem Bildlink unten.

Als Schuhe bei trockenem Wetter eignen sich Outdoorschuhe, Wanderschuhe oder ähnliches gutes, stabiles Schuhwerk. Lass dich dazu am besten im Schuhgeschäft beraten.

Achtung: Auch bei sehr heißem Wetter keine Sandalen anziehen! Warum?
1. Größere Verletzungsgefahr
2. Kleine Steinchen können ins Schuhwerk gelangen. Das Ausziehen, Ausschütteln und Wiederanziehen der Sandalen ist gerade bei kleinen Kindern aufwendig.
3. Zecken können so einen Weg zum Körper finden.

Tipp: Eine Möglichkeit für trockenes Wetter sind Barfuß-Schuhe. Ein besonderes und "fuß-animierendes" Abenteuer im Wald! Mein Lieblingsstück siehst du unten (mehrere Farben erhätlich).

Vorteile:
  • Diese Schuhe schützen die Füße sehr gut (auch über Glasscherben kann man mit ihnen laufen, laut Herstellerangaben)
  • Sie sind leicht und bequem
  • Sie halten warm in der Übergangszeit
  • Sie sind angenehm bei heißem Wetter, da man in ihnen (normalerweise) nicht schwitzt.
  • Sie lassen sich nach jedem Waldtag ganz bequem in der Waschmaschine mit der anderen Waldkleidung mitwaschen (bei 30 Grad in einem Wäschesack. Aber bitte nicht in den Trockner).
  • Sie sind ganz leicht zusammenfaltbar und passen in jeden Rucksack. Damit sind sie auch eine perfekte Möglichkeit für Wechsel- oder Ersatzschuhe.
  • Ähnlich wie Socken sind sie sind flexibler als feste Schuhe, auch was die Schuhgröße angeht. Sie wachsen also eine Weile lang mit und man muss nicht nach einem halben Jahr neue Schuhe kaufen, weil die Füße des Kindes so schnell gewachsen sind. Das ist kostensparend!
  • Ideal sind sie auch im Sommerurlaub, da sie rutschfest sind und Kinder mit ihnen auch mal ins Wasser steigen können. Natürlich sind die Schuhe danach nass und können in die Sonne zum Trocknen gelegt werden; aber dafür sind die Füße vor Scherben und Steinen geschützt.

Tipp:
Man kann sie auch ruhig eine Nummer größer kaufen (so empfahl es mir die Verkäuferin des Leguano-Shops meiner Stadt) - auf diese Weise kann das Kind sie wirklich lange tragen.

Achtung: Sie sind nichts bei nassem und/oder kaltem Wetter!
MÖGLICHKEIT B FÜR NASSES WETTER

Mit dieser Variante schwitzen Kinder eher, da weniger Luftzirkulation möglich ist. Aber der Vorteil ist, dass es komplett wasserdicht ist. Perfekt für die nassen Tage oder wenn es vom Vortag noch viele Pfützen im Wald gibt.

2. Eine je nach Temperatur dünne oder eine dicke Fleecehose/Jogginghose
3. Darüber eine ungefütterte Regenhose
4. Gummistiefel

Tipp: Die Hosenbeine der Fleece/Jogginghose werden in die Socken gesteckt. So ist das Bein zeckensicher.

Tipp: Die Fußschlaufen der Regenhose außen über die Sohlen der Stiefel ziehen. Auf diese Weise bleibt der Schuh nicht in der Regenpfütze stecken! (Siehe auch meine Erklärungen dazu im Kapitel "Winterkleidung")

Tipp: Da die Kinder in Gummistiefeln schnell schwitzen, empfiehlt sich eine Einlegesohle mit Kokosfasern. Die Sohlen nach jedem Waldtag zum Trocknen aus den Gummistiefeln herausnehmen. Auf diese Weise bleibt der Stiefel über Nacht nicht feucht und es bilden sich keine unangenehmen Gerüche. Eine besondere Möglichkeit für eine Gummistiefelsohle sind schweißhemmende Zimt-Sohlen mit Kokosfasern (siehe meine Empfehlung unten).

Achtung: Keine kurzen Hosen im Wald, auch nicht im Sommer!
Die Gründe verrate ich dir hier:

1. Verletzungsgefahr. Ein Kind holt sich schnell mal einen Spreißel ins Bein, wenn es mit der kurzen Hose über einen Baumstamm klettert. Auch die Verletzungsgefahr beim Hinfallen ist größer: Kinder im Waldkindergarten rennen und klettern und toben. Fällt ein Kind hin, ist der Waldboden zwar gewöhnlich weich, doch es kann Steine, Äste oder ähnliches geben. Eine lange Hose schützt vor Schürfwunden.
2.  Klima. Das Klima im Wald ist oft ein paar Grad kälter als außerhalb. Zudem ist es im Wald gewöhnlich schattig. Wenn du dir hosentechnisch unsicher bist, dann kaufe eine Outdoorhose mit abtrennbaren Beinteilen, so dass aus einer langen Hose per Reißverschluss schnell eine kurze Hose wird. Auf diese Weise kann dein Kind dann, wenn es aus dem schattigen Wald tritt, die langen Hosenbeine abnehmen.
3. Zecken, Ameisen und anderes Kleingetier - lange Hosenbeine schützen davor! Vergiss nicht, dass dein Kind im Unterholz spielt, durch Büsche streicht oder auf Kletterbäume rumklettert.
KOPFBEDECKUNGEN

Auch im Sommer benötigen die Waldkinder etwas auf den Köpfen.

Warum?
1. Schutz vor Sonne
2. Schutz vor Zecken oder von Kleintieren, die sonst im Haar herumkrabbeln könnten.

Dafür eignet sich eine dünne Mütze, welche nicht nur den Kopf sondern auch den Nacken bedeckt.
Ein Multifunktionstuch kann diesen Zweck ebenfalls gut erfüllen.

Info: Zecken lieben den Bereich Nacken/Gesicht besonders, da sie hier eine Möglichkeit finden, "Hautkontakt" zu haben (der Rest des Körpers des Kindes ist ja bedeckt und insektensicher). Daher ist es gut, den Nacken zu bedecken und die Mütze mit Zeckenspray einzusprühen. Weiter unten teile ich dir Tipps und Ratschläge zum Thema Zecken mit.

Bei Regen empfiehlt sich auch ein Regenhut. Diesen kann man ganz klein zusammenfalten und für den Notfall im Rucksack aufbewahren. Bei Regen kann er auch über dem Multifunktionstuch getragen werden (das hält schön warm).

Tipp: Mädchen mit langen Haare immer einen Zopf flechten. Das erleichtert beim täglichen Zeckencheck nicht nur die Suche nach Zecken. Auch Schmutz, Matsch oder ähnliches verfängt sich nicht so leicht in den Haaren.
3. WELCHER RUCKSACK...

...ist nicht nur waldtauglich, sondern auch kindgerecht?
Und bei der Auswahl von speziellen Waldkindergarten-Rucksäcken:

Welcher Rucksack ist besser geeignet?
Wo liegt der Unterschied zwischen den Marken?

VERGLEICH ZWEIER BEKANNTER MARKEN

Vaude und Deuter sind bekannte Rucksack-Marken mit sehr guter Qualität, welche speziell für Waldkindergartenkinder Rucksäcke anbieten.

Beide bieten diese Rucksäcke in verschiedenen Farben und Größen (Volumen).
Die Links mit Bildern zu beiden Marken findest du weiter unten.

Wie groß sollte ein Rucksack sein?
Ist dein Kind erst 2 oder 3 Jahre jung und klein für sein Alter, nimm einen kleinen Rucksack (6 Liter).
Ein 10 Liter Rucksack ist hingegen ein gutes Mittelmaß, der dein Kind längere Zeit begleiten kann. 10 Liter Modelle findest du auch in meinen Bildlinks unten.
Von beiden Marken gibt es aber auch 14 Liter Rucksäcke.

VAUDE Puck 10
Gewicht: 530 g, Volumen: 10,0 l, Maße: 34 x 24 x 11 cm         
BESONDERS GUT FINDE ICH:
  • integrierte Regenhülle
  • wasserdichtes, robustes Bodenmaterial
  • Schlaufe für Fundsachen wie z.B. Stöcke
  • Jackenhalterung unterm Deckel. So kann das Kind die Jacke gut verstauen, wenn es ihm zu warm wird.
  • Reflektier-Streifen
  • Eine Lupe und eine Sitzmatte

DEUTER Waldfuchs 10
Gewicht: 370 g, Volumen: 10 Liter, Maße: 35 x 25 x 15
BESONDERS GUT FINDE ICH:
  • Klettasche vorne mit Griffschlaufe
  • Nasswäschefach zum Verstauen nasser/verschwitzter Kleidung
  • Sitzmatte

DEN HAUPTUNTERSCHIED zwischen beiden Marken sehe ich hier:

1. Gewicht
Der Deuter Waldfuchs Rucksack ist mit 370g etwas leichter als Vaude Puck (530g).
(Anmerkung: Der Rucksack von Vaude hat eine Lupe dabei. Ich weiß nun nicht, wieviel der Rucksack wiegt, wenn man diese abnimmt).

2. Boden
Vaude Puck hat ein wasserdichtes Bodenmaterial - beim Deuter Waldfuchs besteht der Boden des Rucksacks jedoch aus demselben Stoff wie restliche Rucksack. Finde ich unpraktisch, da der Rucksack doch sehr oft auf dem nassen, schlammigen und schmutzigen Waldboden landet.
Tipp: Will man bei der Marke Deuter bleiben, hier ein Tipp: Der größere Rucksack von Deuter (Waldfuchs 14) hat einen solchen wasserfesten, robusten Rucksack-Boden.
Ist dieser 14 L Rucksack für das Kind noch zu groß, wäre meine persönliche Empfehlung, den Rucksack von Vaude zu nehmen.

3. Taschen und Verstaumöglichkeiten
Praktisch ist bei Deuter die kleine Tasche vorne mit Griffschlauche. So etwas hat Vaude nicht. Dafür hat Vaude aber ein etwas größeres Fach ganz oben, in dem man z.B. den Regenschutz (dieser ist bei Vaude inklusive!) und einen Regenhut gut verstauen kann.

RUCKSACKPFLEGE

Auf den Anleitungen beider Rucksäcke steht, dass sie nicht in der Waschmaschine gewaschen werden dürfen.
Allerdings ist meine Erfahrung - und die von den anderen Eltern unseres Waldkindergartens - dass die Rucksäcke (egal welche Marke) Maschinenwäsche vertragen. Bei 30 Grad werden sie wieder gut sauber, wenn sie von unten bis oben schlamm- und matschverschmiert nach Hause kommen. Am besten für die Wäsche in ein großes Wäschenetz stecken; auf diese Weise sind sie vor Scheuerbelastungen besser geschützt.
NICHT in den Trockner geben! Stattdessen zum Trocknen geöffnet hinhängen, am nächsten Morgen sind sie trocken und bereit für ihr nächstes Waldabenteuer!

Achtung: Häufige Waschmaschinenwäsche kann tatsächlich das Material beschädigen und die Qualität auf Dauer beeinträchtigen. Darum sollte man den Rucksack wirklich nur dann waschen, wenn man ihn gar nicht mehr anders sauberbekommt.
TRINKFLASCHE ODER THERMOS?
ALU ODER KUNSTSTOFF?


Im Winter empfiehlt sich eine Thermosflasche. Ich empfehle eine, deren Deckel sich als Tasse verwenden lässt. Warum? So kann das Kind besser testen, wie warm / heiß das Getränk ist. Es besteht also weniger Verbrennungsgefahr, sollte das Getränk noch zu heiß sein.

Im Sommer gibt es die Möglichkeit, entweder eine BPA freie Kunststoff-Flasche zu nehmen, oder eine Aluminumflasche.

Kunststoff: Als Kunststoff-Flasche ist mein persönlicher Favorit die Marke Nalgene (siehe Produktbild unten), denn sie ist absolut 100prozentig auslaufsicher!

Aluminium: Will man auf Plastik verzichten und lieber Alu nehmen, empfehle ich hier eine Trinkflasche von Spreadshirt: sie hat einen Karabinerhaken und kann damit auch mal an den Rucksack gehängt werden. Die Flasche hat 600 ml Volumen (ist also nicht (nur) eine Kinderflasche) und das Tolle: sie wird mit zwei verschiedenen Verschlussmöglichkeiten geliefert: Ein Saugverschluss mit Kappe zum schnellen Auf- und Zuklappen (praktisch für Kinder), und ein Schraubverschluss mit großer Griff-Öse (100prozentig auslaufsicher). Da im Lieferumfang beide Verschlussarten enthalten sind, kannst du selber ausprobieren, welcher Verschluss für dein Kind der beste ist. Für sehr kleine/junge Kinder könnte diese Flasche jedoch noch zu groß sein - probiere es aus. Über den Link kannst du dir auch andere Waldkinder-Motive aussuchen.

Tipp: Wenn dein Kind in den Waldkiga geht, wirst du mit der Zeit herausfinden, ob es seine Flasche komplett leertrinkt oder nur zur Hälfte. Wenn dein Kind gut mit der Hälfte auskommt, fülle die Flasche morgens nur zur Hälfte oder Dreiviertel. Auf diese Weise hat dein Kind weniger Gewicht zum Tragen.

Tipp: Vermeide zahnschädigende Getränke wie Saftschorlen, Säfte, Limos oder süße Tees. Am besten eignet sich stilles Wasser im Sommer und warmes Wasser oder ungesüßten Tee im Winter. Wenn dein Kind den Tee nur süß mag, so ist ein Teelöffel Xylit oder ein Teelöffel Honig besser als Zucker.
Was kommt noch in den Rucksack?

1. Natürlich eine Brotzeitdose. Gut eignen sich unterteilte Brotzeitdosen, so dass du für Obst/Gemüse ein Extra-Fach hast.

2. Die Sitzmatte. In den Rucksäcken ist oft eine dabei. Sie ist jedoch relativ dünn und klein. Außerdem ist meine Erfahrung, dass Kinder ihre Matte lieber an den Rucksack hängen als in den Rucksack verstauen. Mein bewährtes Lieblingsstück ist eine Sitzmatte von Ikea, die dort leider nicht mehr erhältlich ist. Ansonsten kannst du auch eine wie unten nehmen. Die Sitzmatte in meinem Bildlink unten gibt es in verschiedenen Größen zu kaufen.

Tipp: Möglich ist auch, eine Isomatte zu kaufen und zurecht zu schneiden. Auf diese Weise hast du gleich mehrere Ersatz-Sitzmatten, wenn eine kaputt geht oder einreißt.

3. Und wiederverschließbare transparente Beutel. In diesen verstaust du die Ersatzwindel (falls dein Kind noch Windeln trägt) oder die Wechselkleidung. 3 Liter sind eine gute Größe für solche Beutel.

Tipp: Verstaue Kleidung oder Windeln immer in praktischen Zip- Beuteln, da die Sachen auf diese Weise vor Nässe und Schmutz perfekt geschützt sind. Allein die Tatsache, dass sich die Sachen im Rucksack befinden, ist kein ausreichender Schutz vor Feuchtigkeit und/oder Schmutz!
4. Was packe ich meinem Kind für den Wald ein?

Gibt es etwas, was man im Wald mit der Brotzeit beachten sollte?

Ja!
Und zwar:
1. Die frische Luft und das viele Herumrennen und -toben macht besonders hungrig! Achte stets darauf, deinem Kind genug einzupacken.
2. Vermeide im Sommer leicht verderbliche Lebensmittel wie Wurst, Joghurtdrinks o.ä.
3. Vermeide Verpackungsmüll. In vielen Waldkindergärten gibt es keine Mülleimer!
4. Im Winter sind heiße Getränke wichtig. Dazu eignen sich Tee oder auch heißes (warmes) Wasser.
5. Packe weiches Obst immer in einen Behälter, damit es nicht "zerquetscht" wird oder braune Stellen bekommt, wenn das Kind unsanft mit seinem Rucksack umgeht.
Tipps

Gut zum Mitnehmen:

  • Rohkost: in kindgerechte Streifen geschnittene Paprika, Möhren, Radieschen, Kohlrabi oder Salatgurken
  • Obst: Apfelstücke, Mandarinenstücke, Trauben, Birnenstücke... Bananen eignen sich weniger: Sie werden zu schnell matschig und braun.
  • Getrocknetes Obst: Mangostreifen, Rosinen, Apfelchips, Aprikosen...
  • Kleine Wienerle oder Käsewürfel (nicht im Sommer)
  • Ein paar salzige Kräcker
  • Ein belegtes Brot
  • Brötchen mit "Geschmack": Rosinenbrötchen, Käsebrötchen oder Pizzateigbrötchen.

Tipp: Friere die Brötchen-mit-Geschmack in einem Zip-Beutel ein. Dann kannst du am Vorabend ein Brötchen herausnehmen, auftauen und es am nächsten Morgen in die Lunchbox legen. Fertig! Vorteil: Die Brötchen müssen nicht weiter belegt werden!

Rezept für Dinkel-Rosinen-Brötchen
  • 500g Dinkelmehl mit 1 Päckchen Hefe (Trockenhefe) gemischt
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 50 bis 100 g brauner Zucker; je nachdem, wie süß du sie haben willst. Eine gute Alternative zu Zucker ist hier Honig!
  • 100 g Rosinen
  • 1 Prise Salz
  • ca 300 ml warmes Wasser
  • Milch zum Bestreichen

Die Zutaten mischen, 45 Min. gehen lassen und 12-15 Brötchen formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, nochmal 15 Minuten gehen lassen und im vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten backen (200 Grad, keine Umluft).

Rezept für Pizza-Brötchen
  • 300 g Mehl (gerne auch Dinkelmehl) mit 1 Päckchen Trockenhefe gemischt
  • 2 Teelöffel Salz
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • ca 125 ml warmes Wasser
  • weitere leckere Zutaten, z.B. kleingeschnittene Salami, Schinkenwürfel, kleine Paprikastückchen, Maiskörner, Oliven oder ähnliches

Die Zutaten mischen und 45 Min. gehen lassen. Dann die "Geschmacks-zutaten" unter den Teig heben und kleine Brötchen formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, nochmal 15 Minuten gehen lassen, und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft ca. 13-18 Minuten backen.

Tipp: Nimm die obersten 4 Zutaten und forme einen gesunden Pizzateig. Nimm die Hälfte bis Dreiviertel des Teiges, rolle ihn aus und mache daraus eine leckere Pizza zum Abendessen. Aus dem Rest des Teiges formst du 3 Pizzabrötchen, denen du während dem Formen noch weitere Zutaten wie kleingeschnittene Paprika, Salami, Mais o.ä. zufügen kannst. Lege die Pizzabrötchen auf ein zweites Blech. Backe sie entweder wenn die Pizza fertig ist oder zeitgleich im Ofen.  

Pfannkuchen-Wraps
Wenn es bei uns Pfannkuchen zum Mittagessen gibt, hebe ich einen Pfannkuchen für die Brotzeit meiner Jungs am nächsten Tag auf: Ich rolle ihn zusammen, schneide die Rolle ein- oder zweimal durch, und erhalte dann 2-3 Mini-Crepes. Im Kühlschrank kann ich sie gut für den nächsten Tag aufheben.
  • Wenn ich vorher in den Pfannkuchenteig etwas braunen Rohrzucker gemischt habe, muss ich diese kalten Mini-Crepes auch nicht weiter süßen. Sie sind dezent süß und beim Essen im Wald gibt es keine Schmiererei mit Marmelade oder Zucker.
  • Aber auch deftige Pfannkuchen-Wraps lassen sich damit machen: mit Creme Fraiche oder Frischkäse bestreichen, dann nach Belieben belegen (z.B. Käse und gekochter Schinken), anschließend einrollen. Alufolie - oder die Brotzeitdose - helfen, dass sich diese Rolle nicht von alleine wieder aufrollt. Bei der deftigen Variante natürlich keinen Zucker in den Teig einrühren.
Achtung, Pfannkuchen-Wraps funktionieren nur, wenn die Pfannkuchen entsprechend dünn sind!

Tipp: Ein superschnelles, leichtes Rezept findest du in meinem Blog mit dem Titel "Schmetterlingspfannkuchen"
5. Zum Thema Zecken

Was ist mit den Zecken?
Wie schützt man das Kind am besten davor?
Ist eine FSME Impfung nötig?
Was ist besser, Zeckenkarte oder Zeckenzange?

Wie schützt man das Kind am besten?

1. Zuallererst durch lange Kleidung! Selbst im Sommer sollten lange Shirts und lange Hosen. Auf Sandalen sollte im Wald verzichtet werden (Tipp: Barfuß-Schuhe sorgen für angenehmes Fuß-klima an heißen, trockenen Tagen! Lies dir weiter oben durch, was ich dazu berichtet habe).

2. Außerdem hilft es, wenn die Socken ÜBER die Hosenbeine gezogen werden. Auf diese Weise gibt es auch an den Knöcheln keine Möglichkeit, ins Hosenbein hinein zu krabbeln.

3. Eine Kopfbedeckung im Sommer schützt auch davor, dass sich die kleinen Tiere es sich nicht in den Haaren gemütlich machen.

4. Nach jedem Waldgang wasche ich die gesamte Wäsche für den Fall, dass sich eine Zecke in der Kleidung versteckt hält. Zwar kann eine Zecke rein theoretisch einen Waschgang von 40 Grad überleben (Zecken ertrinken nicht so schnell- sie können 3 Wochen lang unter Wasser überleben!), aber zumindest würde sie aus der Wäsche UND aus der Wohnung gespült werden.

4. Auch ein Zeckenschutzmittel ist bei Kindern empfehlenswert, wenn diese Kinder zeckenempfänglich sind (das ist tatsächlich nämlich bei jedem Kind anders!). Nachdem mein Junge in kurzer Zeit mit der dritten Zecke vom Wald nach Hause kam, wusste ich: lange Kleidung alleine reicht nicht aus.

Mit Zeckenschutzmittel kannst du die Kleidung und den Bereich Kopf/Nacken/Hals einsprühen.

Vorsicht: Von den bekannten, chemischen Mitteln würde ich unbedingt abraten, da der darin enthaltene Stoff DEET (Diethyltoluamid) für Kinder nicht ganz ungefährlich ist (Siehe hier - lies den Hinweis unten).

Manche Eltern greifen daher zu natürlichen Mitteln wie z.B. Kokosöl. Ich persönlich benutze ich das Mittel Anti-Zeck von Gardigo und bin begeistert. Es ist 100% pflanzlich, kleinkindgeeignet, ungefährlich, natürlich, effizient und wirkungsvoll. Über den Bild-Link unten gelangst du zur Produktseite von Amazon, wo du weitere Informationen vorfindest und es auch direkt bestellen kannst.
Ist eine FMSE Impfung nötig bzw empfehlenswert?

Das müssen die Eltern selber entscheiden. Hier ein paar Gedanken von mir:

1. Eine FMSE Erkrankung ist bei Kindern und Jugendlichen fast ausnahmslos gutartig und verläuft in der Regel mild. Schwere Verläufe der Krankheit werden fast nur bei Erwachsenen beobachtet. (Siehe hier oder hier)
2. Eine Impfung birgt Risiken in Form von Nebenwirkungen.
3. Eine FMSE Impfung schützt NICHT vor anderen von Zecken übertragenen Krankheiten wie z.B. Borreliose.


Einen hundertprozentig risikofreien, sicheren Weg gibt es nicht:
  • Impfbefürworter verweisen auf die Risiken von schweren Auswirkungen einer möglichen Erkrankung.
  • Impfgegner verweisen auf die Risiken von möglichen schweren Nebenwirkungen ("Impfschäden") einer Impfung.

Oder, um es mal drastischer auszudrücken:
  • Impfbefürworter verweisen auf den Fall eines Kindes, welches nach einem Zeckenstich starb.
  • Impfgegner verweisen jedoch auf den Fall eines Kindes, welches nach einer FMSE Impfung starb.
(Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema findest du zum Beispiel hier).

Letztendlich ist es deine eigene Entscheidung, das Für und Wider abzuwägen.
Wie verhält es sich mit Borreliose?

Um das Risiko von Borreliose so gering wie möglich zu halten, sollte eine Zecke möglichst schnell entfernt werden. Zecken brauchen nämlich bis zu 48 Stunden (im Schnitt sind es jedoch 12-24 Stunden), um Erreger zu übertragen. Ein guter Schutz ist also der Zeckencheck direkt nach dem Waldausflug (also nicht erst am Abend!) und eine sofortige Entfernung der Zecke. Je schneller sie entfernt wird, desto weniger Zeit hat sie, Borreliose-Bakterien zu übertragen!


Wie entferne ich eine Zecke?

Es gibt Zeckenkarten, mit denen man Zecken einfach heraushebeln kann. Aber auch spezielle Pinzetten oder Zangen, mit denen man sie herausheben kann (siehe Bild unten, wo du solche Zangen auch bestellen kannst).
Bei ganz kleinen Zecken sind Pinzetten/Zangen oft hilfreicher, da man sie mit einer Zeckenkarte aus Kunststoff nicht so gut zu fassen kriegt.

Hebe die Zecke langsam raus - ein Drehen ist unnötig. Fasse  sie dabei so nah wie möglich an der Haut.
Hier findest du eine ausführliche und genaue Beschreibung, wie du eine Zecke entfernst. Wie du dort nachlesen kannst, brauchst du KEINE ANGST davor zu haben, dass der Kopf der Zecke steckenbleiben könnte. Zecken haben überhaupt keinen Kopf! Es könnte nur ein Teil des Mundwerkzeugs stecken bleiben - dies stellt jedoch keine besondere Gesundheitsgefahr dar.

Tipp: Bewahre eine Zecken-Pinzette (o.ä.) in deinem Auto, deiner Handtasche oder ähnliches auf, damit du sie gleich griffbereit hast, solltest du bei deinem Kind einmal eine Zecke entdecken. Erinnere dich, je schneller du sie entfernst, desto kleiner ist die Gefahr von Borreliose-Übertragung.

Tipp: Hast du eine Zecke entfernt, dann ist es am besten, wenn du sie mit einem anderen Gegenstand zerquetscht: Lege sie auf ein Blatt Papier, klappe das Papier zu, lege es auf den Boden und streife dann mit einem Glas, Stein oder ähnlichem Gegenstand fest über die Zecke.

Tipp: Hatte dein Kind einen Zeckenbiss, markiere die Stelle auf der Haut mit einem Kugelschreiber (nachdem du die Zecke entfernt und die Bissstelle desinfiziert hast). Auf diese Weise fällt es dir leichter, die Stelle zu beobachten. Wenn sie in den nächsten Tagen rot wird, gehe zum Arzt.
6. Tipps zum Thema Kleidung.

Waldkinder benötigen viel Kleidung. Und Wechselkleidung.
Hier kommen zwei Empfehlungen:

Namensetiketten leicht und schnell

Die Kleidung deines Kindes sollte beschriftet werden. Das kann bei so viel Kleidung ganz schön mühsam sein:
Bügel- oder Nähetiketten mit dem Namen deines Kindes sind zeitaufwendig. Noch schwieriger wird es bei der Waldkleidung, denn viele Materialien sind gar nicht bügeleisen-geeignet.

Meine Empfehlung: Nimm Namensetiketten zum Kleben!
Das sind Aufkleber, die waschmaschinen-, trockner- und spülmaschinenfest sind. Du kannst also sowohl Kleidung als auch Rucksack, Trinkflasche, Brotzeitdose, Sitzmatte oder Porutscher damit ruckzuck beschriften! Sogar die Schuhe lassen sich damit leicht beschriften.

Die Etiketten halten viele Waschmaschinengänge aus (irgendwann können sie sich ablösen, halten in der Regel aber lange und so einiges aus). Wenn du die Namens-Aufkleber nimmst, die ich dir mit dem Produktlink unten empfehle (weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe), kannst du beim Bestellen en Vor- und Nachnamen deines Kindes, ein Wunschmotiv (z.B. Hund, Auto, Flugzeug o.ä.), den Schriftzug und die Farbe auswählen.

Achtung, Geruch: Wenn du die Namens-sticker auspackst, ist es ratsam, sie kurz auslüften zu lassen. Es sind eben keine Aufkleber aus Papier, sondern aus speziellem Kunststoff.

Tipp: Will dein Kind einmal Spielzeug mit in den Kindergarten nehmen, klebe einfach einen Namens-Sticker drauf. Auf diese Weise geht das Spielzeug nicht verloren!
Wo verstaue ich Wechselkleidung?

Sobald dein Kind etwas mit in den Wald nimmt, sollte es in einen wasserfesten Beutel gepackt werden. Am einfachsten und praktischsten ist ein Gefrierbeutel mit ZIP-Verschluss. 3 Liter ist eine gute Größe.

Wenn die Wechselkleidung jedoch in einem Gebäude aufbewahrt wird, eignet sich ein hübscher, waschbaren Beutel mit Kordel, den das Kind ganz leicht selber packen, öffnen und schließen kann. Zum Beispiel einen aus meiner Waldkinder-Kollektion.
7. Waldkindergarten-Eingewöhnung

Gibt es spezielle Waldkindergarten-Kinderbücher, mit denen ich mein Kind auf den Waldkindergarten vorbereiten kann
und ihm die Eingewöhnungsphase erleichtern kann?


Ja, gibt es!

Ein paar stelle ich dir hier vor. Klicke auf die Bild-Links, und du gelangst direkt zur Amazon Produktseite.
8. Weitere Bücher und Geschenkideen für Waldkinder

Dein Kind hat Geburtstag, es ist Weihnachten, Ostern oder ein sonstiger Anlass - und du suchst nach einem Geschenk für dein Waldkind?

Hier sind ein paar Vorschläge von mir:
*) Hinweis: Die mit Amazon verlinkten Bilder sind sogenannte Affiliate-Link: wenn du über diesen Link einkaufst, erhalte ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine kleine Provision. (o: Du hast keinen preislichen Nachteil: Für dich verändert sich der Preis nicht. Mehr dazu in meiner Datenschutzerklärung.

Schreib mir: Kontakt
Gefällt dir diese Seite? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn du sie auch deinen Freunden empfehlen würdest.
Tolle Spielideen, Basteltipps und mehr für kleine Feuerwehrfans!
!!! Meine neue Webseite extra für Kinder, die gerne Feuerwehr spielen !!!
HIER kannst du sie dir anschauen.
Zurück zum Seiteninhalt