Mein Kind hat einen schlechten Traum! So kannst du dein Kind schnell beruhigen. - Blog von Janisha Sommer: Kinder und Leben! - Kinderliebeleben

by Janisha Sommer
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Mein Kind hat einen schlechten Traum! So kannst du dein Kind schnell beruhigen.

Kinderliebeleben
Herausgegeben von in Erziehung ·
Tags: Träume
Foto: Pixabay
Es gibt viele Weisen, wie man ein Kind nach einem schlechten Traum trösten kann. Natürlich ist kuscheln unumgänglich. Auch ein Nachtlicht oder die Möglichkeit, im Elternbett zu schlafen, können einem kleinen Kind helfen.
Trotzdem bleibt oft die Frage: Was tun, wenn ein Kind trotz Nachtlicht, Kuscheln oder Elternbett schlecht träumt?

Hier möchte ich eine einfache und gleichzeitig effiziente Weise vorstellen, wie man ein Kind nicht nur tröstet, sondern ihm gleichzeitig hilft, seinen Traum zu verarbeiten.

1. Es hilft NICHTS, wenn man einem Kind sagt "Das war nur ein schlechter Traum, das war nicht wahr".
Warum hilft es nicht? Der Traum hat sich wahr angefühlt. Die Gefühle sind vielleicht nicht der Wahrheit entsprechend - aber sie sind dennoch real. Logisches Denken hilft Kindern meist wenig, die aufgewühlten Gefühle von Angst zu besänftigen.

Stell dir einen Erwachsenen vor, der eine Spinnenphobie hat. Meinst du, logische Argumente wie: "Diese Spinne ist völlig harmlos und ungiftig" würden ihn beruhigen und ihn von seiner Panik befreien, wenn er sich mit einer großen Spinne im selben Zimmer befindet?
Oder stell dir jemanden vor, der Angst vor Hunden hat, weil er als Kind mal von einem Hund gefährlich bedroht wurde. Wenn nun ein fremder Hund bellend auf ihn zurennt, dann beruhigt es ihn wenig, wenn der Besitzer des Hundes ihm zuruft: "Dieser Hund ist wirklich lieb, er hat noch nie jemanden gebissen!". Wahrscheinlich beruhigen sich die Gefühle erst, wenn der Hund angeleint wurde und sich nicht mehr in unmittelbarer Nähe befindet.
Diese Beispiele zeigen dir, dass Logik wenig effizient ist, um auf die Gefühlsebene einzuwirken.

2. Ein schlechter Traum ist ...
wie eine Geschichte, die einfach noch nicht zu Ende erzählt wurde.
Meist wacht das Kind an der spannendsten Stelle in dieser Geschichte auf. Und hier gibt es (noch) kein Happy End. Wenn du aber deinem Kind mit ein paar kurzen Sätzen hilfst, den guten Ausgang der Geschichte zu sehen, beruhigen sich die Gefühle. Sobald ein Traum ein Happy End hat, ist er kein Albtraum mehr und hinterlässt keinerlei negativen Gefühle mehr.

Beispiele:
a) Dein Kind wacht auf und sagt, es habe geträumt, dass es von einem Monster gefressen wird. Vielleicht ist es auch noch gar nicht ganz wach, sondern erzählt dir im Halbschlaf, wovon es träumt. Nun kannst du ihm helfen, das Happy End der Geschichte zu sehen: "Schau mal, du schmeckst dem Monster gar nicht. Guck mal, es spuckt dich in hohem Bogen wieder aus! Und es ruft: "Igitt, dieses Kind schmeckt nicht, ich werde nie wieder ein Kind essen! Ich esse jetzt nur noch Salat!"

b) Dein Kind träumt, dass es eingesperrt wird. Darauf kannst du so reagieren: "Schau mal, die Tür geht wieder auf! Da hat jemand vergessen, abzuschließen. Du kannst einfach hinauslaufen!"

c) Dein Kind träumt von einem Gespenst im Zimmer. Das Happy End könnte so aussehen: "Schau mal, das Gespenst ist ja total ängstlich! Sobald es dich sieht, kriegt es furchtbare Angst. In dir ist nämlich so viel Licht.  Guck mal, wie es Angst vor dir hat! Schwupps, jetzt ist es weg!"

3. Visualisierung hilft dem Unterbewusstsein.
Ist dir aufgefallen, wie oft ich in den obigen Sätzen "Schau mal..." oder "Guck mal..." gesagt habe? Das war gar nicht mal unabsichtlich. Auf diese Weise kann sich das Kind das Happy End und den glücklichen Ausgang der Geschichte bildlich vorstellen. Diese Visualisierung hilft. Denn anders als logisches Denken und Vernunftargumente erreicht Visualisierung das Unterbewusstsein. Das Kind hat im Schlaf seinen Traum ja gesehen. Wenn es nun - ob im Wachzustand oder im Dämmerzustand - das Happy End bildlich sieht, hat es dieselbe Wirkung, als würde das Kind diesen guten Ausgang des Traumes träumen.

Probiere es mal aus.
Wie gesagt, reichen ein oder zwei Sätze aus, um dem Kind zu helfen, ein Happy End zu erleben und Frieden über seinen Traum zu bekommen. Und diese Sätze sind meiner Erfahrung nach wesentlich effektiver als "Das war nur ein schlechter Traum".

Wichtig: Sollte dein Kind häufig schlechte Träume haben, dann solltest versuchen, herauszufinden, ob es dafür nicht eine konkrete Ursache gibt.

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